Architekturreise nach Breslau

 

"Wrocław (…) hat eine Geschichte zu erzählen. Eine außergewöhnliche, tragische und interessante. Nach vielen Jahren der Pracht und der Entwicklung trat eine Katastrophe ein, von schier unbegreiflichem Ausmaß. Die Stadt lag nach dem Zweiten Weltkrieg vollständig in den Ruinen – materiell wie auch seelisch. Sie verlor ihre Bewohner, jene Menschen, die sie über Generationen haben groß werden lassen. Neue sind gekommen. Verängstigt, der Zukunft ungewiss, fremd. Zusammengewürfelt aus vielen Regionen des Nachkriegslands bauten sie eine neue Identität auf, schufen ihre Kultur.
Es ist viel Wasser die Oder herunter geflossen, bevor wir das hier hinterlassene deutsche, jüdische und polnische Erbe als eines angesehen haben. Als das unsere. Es ist viel Zeit vergangen, aber es ist gelungen. Heute können wir mit Stolz sagen, dass wir, ohne die Errungenschaften unserer Vorgänger zu vergessen, eine neue Stadt aufgebaut haben. Indem wir sie selbst, ihre Andersartigkeit und Multikulturalität, die Geschichte respektiert haben, haben wir ein offenes Wrocław erschaffen, mit einer außergewöhnlich interessanten Kultur, mit Ambitionen, ein modernes und interessantes Wrocław. Die Zeit ist gekommen, es der Welt zu präsentieren, das zu zeigen, was uns wertvoll erscheint, zu zeigen und was einen enormen Beitrag zur Entwicklung Europas darstellt."
Auszug aus «Raum für die Schönheit», Programm für das Kulturhauptstadtjahr 2016

 

Besuchen Sie Breslau mit Ticket B und lernen Sie die vielen Facetten dieser faszinierenden Stadt kennen: die interessantesten Neubauten der letzten Jahre, herausragende Zeugnisse der polnischen Moderne, eigenwillige Exemplare des polnischen Brutalismus und die originellen Bauten von Jadwiga Grabowska-Hawrylak. Die renommierte Architektin, war die erste Frau, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Breslau im Fach Architektur diplomierte und wurde für Ihr Lebenswerk mit dem Ehrenpreis des polnischen Architektenverbandes (Nagroda Honorowa SAR P) ausgezeichnet, welcher als der bedeutendste Architekturpreis Polens gilt. Mit der Wohnsiedlung „Manhattan“ (1967-1975) schuf sie eine Ikone des polnischen Brutalismus und bewies, welch hochklassige Architektur trotz der rigiden Vorgaben zur Verwendung von vorfabrizierten Bauteilen möglich war.

Auf unserer viertägigen Reise lernen wir die aus Ruinen wieder auferstandene Altstadt Breslaus kennen, in welche in den 50er und 60er Jahren gekonnt architektonisch hochwertige Wohnungsbauten integriert wurden. Wir besuchen das wenig bekannte Gelände der Werkbund-Siedlung Breslau, mit dem herausragenden Bau des Ledigenwohnheims von Hans Scharoun und das Wahrzeichen der Stadt, die Jahrhunderthalle von Max Berg. Auch die zeitgenössische Architektur kommt nicht zu kurz: mit dem Nationalen Musikforum und dem Neubau der Akademie der Künste sehen wir zwei hochkarätige Gebäude, die unlängst der Öffentlichkeit übergeben wurden.

 

Gerne können Sie unser ausführliches Reiseprogramm, sowie das Anmeldeformular für die Breslau-Reise 2017 runterladen:

 

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